Initiative i2430: Ersatz des konfessionellen Religionsunterrichts durch neutralen Ethik- und Weltanschauungsunterricht

Über dieses Thema wurde bereits abgestimmt. Unten wird angezeigt, wieviele Für- und Gegenstimmen zusammengekommen sind. Zur Auszählung und zur Bestimmung der Reihenfolge wird die Schulze-Methode verwendet. Dieses Votum ist per se noch nicht bindend. Wenn der Antrag beim zuständigen Organ der Piratenpartei Deutschland eingebracht wird, kann es aber berücksichtigt werden.

Die Texte wurden von einzelnen Benutzern eingestellt und sind keine offizielle Aussage der Piratenpartei.

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 Ja: 507 (79%) · Enthaltung: 172 · Nein: 136 (21%) · Nicht angenommen (Rang 2)
Diese Initiative
 
 
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Religions- vs. Ethik-Unterricht in der Schule
Letzter Entwurf vom 28.01.2012 um 14:06:49 Uhr · Zeige alle Versionen (2) · Short URL: lfpp.de/i2430

Die Piratenpartei möge folgenden Text an geeigneter Stelle in ihr Grundsatzprogramm und ihre zukünftigen Wahlprogramme einfügen:
 

Die wichtigsten Aufgaben der Schulen sind die Vermittlung von Wissen, Ethik, Toleranz und kritischem Denken. Die Lehre von religiösen und politischen Dogmen führt dagegen häufig zur Intoleranz gegenüber Andersdenkenden. Deshalb setzt sich die Piratenpartei dafür ein, den konfessionellen Religionsunterricht bundesweit, an allen Schulen, durch einen neutralen Ethik- und Weltanschauungsunterricht zu ersetzen. In diesem Unterricht sollen auch die wichtigsten Weltreligionen und deren geschichtliche und gesellschaftliche Auswirkungen zur Sprache kommen. Es soll jedoch nicht für eine bestimmte Religion missioniert werden.
 

Begründung (nicht Teil des Antrags)

Beim Bundesparteitag 2011.2 wurde mit großer Zustimmung ein Antrag zur Trennung von Staat und Religion in das Grundsatzprogramm aufgenommen. Es gilt nun, diese Grundposition zu präzisieren.

Im Grundsatzprogramm steht bereits:
Die Bildungsinhalte haben auf fundierten und belegbaren Erkenntnissen zu basieren und müssen von einem möglichst neutralen Standpunkt aus vermittelt werden. Dies beinhaltet vor allem eine sachliche Darstellung, die Ausgewogenheit der Standpunkte und eine kritische Quellenbewertung.

In der vorliegenden Initiative wird diese Grundposition im Bereich der Schulbildung zu Ende gedacht, denn die Religionsinhalte basieren eben nicht auf fundierten und belegbaren Erkenntnissen und sie sind auch nicht neutral. Für das Grundsatzprogramm könnte man eventuell die ersten beiden Sätze des hier zur Diskussion stehenden Textes weglassen und durch die schon vorhandenen, oben zitierten Sätze ersetzen.